Die ultimative Checkliste für dein Vorstellungsgespräch

Die ultimative Checkliste für dein Vorstellungsgespräch

Apple Maps Look Around am New Yorker Times Square

Checkliste Vorstellungsgespräch: So nutzt du deine Chance

Wenn du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, hast du bereits eine große Hürde geschafft und gute Chancen, den Job auch tatsächlich zu bekommen. Nun kommt alles darauf an, dass sich der gute Eindruck, den deine Unterlagen hinterlassen haben, auch persönlich bestätigt. Machst du deine Sache gut, steht deiner beruflichen Veränderung oder deinem Karrieresprung nichts mehr im Weg. Aber wie überzeugst du deine Gesprächspartner bei diesem wichtigen Termin? Was kannst du gegen Nervosität tun und wie beantwortest du knifflige Fragen? Mit dieser Checkliste zum Vorstellungsgespräch kannst du dich optimal einstimmen und informieren.

1. Richtig vorbereiten

Eine gute Vorbereitung sorgt nicht nur dafür, dass du Fragen sicher beantworten kannst. Sie sorgt auch dafür, dass du dich sicherer fühlst, nicht so leicht aus der Fassung zu bringen bist und dadurch einen kompetenten Eindruck machst. Zur Vorbereitung gehört, dass du dich vorab mit der Firma beschäftigst. Liest auf der Homepage über die Gründung, das Leitbild, die Produkte oder Dienstleistungen. Außerdem solltest du dich über die Mitarbeiter und die Firmenpolitik schlau machen. Vor allem aber musst du die Namen und Positionen derjenigen kennen, mit denen du das Gespräch führen wirst. Vorbereitung bedeutet nicht, alles zu wissen, aber im Zweifelsfalle eben schlaue Fragen stellen zu können. Sie sollten zeigen, dass du dich wirklich mit der Firma beschäftigt hast.

2. Nervosität akzeptieren

Es ist nicht unbedingt schlecht, nervös zu sein, denn dadurch bist du auch konzentriert und wach. Wenn du zu extremer Anspannung neigst, übe die Gesprächssituation vorab mit Familie oder Freunden. Durch die Wiederholungen stellt sich ein wenig Routine ein und du fühlst dich vertrauter und entspannter damit. Mache dir aber auch bewusst, dass du bereits einen guten ersten Eindruck hinterlassen hast bei den Verantwortlichen, denn sonst wärst du nicht eingeladen worden. Du musst dir also keine Sorgen machen, dass du dort fehl am Platz bist und dich nicht unterlegen fühlen. Sei stolz darauf, was du kannst und schon geschafft hast, denn genau das hat die Personaler schließlich überzeugt. Und nicht zuletzt mach dir bewusst, dass auch deine Gesprächspartner nur Menschen sind und Nervosität selbst gut kennen. Wenn du aufgeregt bist, zeigt das außerdem, dass du die Stelle wirklich gerne möchtest.

3. Persönlicher Kontakt

Damit du bereits vor dem Gespräch noch einen guten Eindruck hinterlassen kannst, solltest du dich kurz beim Unternehmen melden. Wenn du eine Telefonnummer und einen Ansprechpartner hast, ruf kurz an und bedanke dich für die Einladung. Kläre außerdem noch offene Fragen, die ein Engagement zeigen: Wer wird beim Gespräch dabei sein? (Tipp: Schreibe dir die Namen unbedingt auf, damit du beim Gespräch alle mit Namen ansprechen kannst!) Welche Arbeitsproben kannst du mitbringen? Wie lange wird das Gespräch dauern? Wenn du keine Telefonnummer hast oder die Antworten auf deine Fragen lieber schriftlich möchtest, kannst du auch eine Mail schreiben. Hauptsache, du meldest dich noch einmal persönlich und bleibst dadurch im Gedächtnis.

4. Zum Lebenslauf stehen

Heutzutage hat beinahe niemand mehr den perfekten Lebenslauf vorzuweisen. Lücken, Abweichungen oder außergewöhnliche Erfahrungen können sogar genau das sein, was dich von Mitbewerbern abhebt. Warum du zum Beispiel länger studiert hast, eine lange Reise gemacht oder an eine befristete Stelle angenommen hast, solltest du aber erklären können. Sei dabei so ehrlich wie möglich, ohne aber dein Herz auszuschütten. Den künftigen Arbeitgeber interessiert nicht jedes Detail, sondern nur deine Gründe und wie du dich erklärst. Gibt niemals anderen Menschen die Schuld an einer Abweichung im Lebenslauf (z.B. einer Kündigung), sondern zeige dich eigenverantwortlich und professionell. Selbst wenn du eine vorherige Stelle wegen negativen Erfahrungen verlassen hast, solltest du diese souverän als Unvereinbarkeiten beschreiben.

5. Die richtigen Antworten wissen

Das ist einer der logischen aber dennoch schwierigsten Punkte auf der Checkliste für das Vorstellungsgespräch! Relativ leicht zu beantworten sind Fragen zu deinem beruflichen Werdegang, deinen Fähigkeiten und Qualifikationen. Auch die Gründe, warum du dich für genau diese Stelle und Firma entschieden hast, sollten dir leicht fallen (denn schließlich bist du vorbereitet!). Schwierig wird es aber oft bei den Fragen, die deine Persönlichkeit herausstellen sollen. Es wird etwa oft gefragt, wie Freunde dich beschreiben würden, wo deine Stärken und Schwächen liegen oder was der letzte Chef oft kritisiert hat. Lass dir ruhig Zeit für die Antworten auf solche Fragen! Bedenke dabei, dass es bei einer Einstellung um ähnliche menschliche Beziehungen geht, wie bei einer Freundschaft oder Partnerschaft. Der Arbeitgeber möchte sicher gehen, dass du einen Charakter besitzt, mit dem Vorgesetzte und Kollegen gut und gerne zusammenarbeiten wollen. Antworte dann authentisch und ehrlich!

6. Persönlichkeit zeigen

Dass du pünktlich, ordentlich und höflich auftrittst, sollte selbstverständlich sein. Wer diese Voraussetzungen nicht beherrscht, ist nämlich logischerweise sofort raus. Um dich von all den anderen pünktlichen, ordentlichen und höflichen Bewerbern abzuheben, hast du deine Persönlichkeit dabei. Denn es gibt auf der Welt keine zweite Person, die genauso ist wie du. Zeige deinen (hoffentlich) zukünftigen Vorgesetzten, wen sie vor sich haben. Ein bisschen (niveauvoller!) Humor, dein schönstes Lächeln und vielleicht ein aufrichtig gemeintes Kompliment zeigen, dass du kein Roboter bist, sondern ein echter Mensch. Achte im gesamten Verlauf des Gesprächs auch auf deine Körpersprache. (Tipp: Lies unsere 7 Tipps zur richtigen Körpersprache beim Vorstellungsgesprächs.)
Du darfst auch Ecken und Kanten haben und zum Beispiel bei der Frage nach deinen Schwächen auch zu ihnen stehen. Vor allem aber solltest du sagen und zeigen, was dich ausmacht und warum genau du so gut in die Firma und für die Stelle passen würdest.

7. Rückfragen stellen

Der letzte Punkt auf unserer Checkliste für Vorstellungsgespräche betrifft nicht nur dich. Denn schließlich wirst nicht nur du geprüft, sondern du solltest auch die Firma prüfen. Wenn du aus dem Gespräch heraus kommst, musst nämlich auch du alle Antworten haben, die du für eine gute Wahl benötigst. Ein Arbeitsverhältnis ist nicht nur die Entscheidung der Firma für einen Bewerber, sondern auch die finale Entscheidung des Bewerbers für die angebotene Stelle. Geh also sicher, dass auch du das Unternehmen auf Herz und Nieren prüfst und trau dich, alle dir wichtigen Fragen zu stellen! Damit zeigst du auch, dass es dir ernst ist, dass du eine bewusste und gut informierte Entscheidung treffen willst. Nimmst du die Stelle dann an, kann sich der Arbeitgeber darauf verlassen, dass du wirklich dort arbeiten willst und es dir nicht innerhalb der Probezeit schon wieder anders überlegst.

Hast du alle Punkte der Checkliste für Vorstellungsgespräche verinnerlicht? Dann kann fast nichts mehr schief gehen. Viel Erfolg bei deinem Termin!

Wie Du erkennst, ob du eine Jobzusage bekommst oder eher nicht, kannst du hier nachlesen. 

 

Vorstellungsgespräch: Wie Du erkennst, ob Du eine Jobzusage bekommst

Vorstellungsgespräch: Wie Du erkennst, ob Du eine Jobzusage bekommst

Erkenne im Vorstellungsgespräch, ob es gut oder schlecht läuft.

„Na, wie lief´s? Hast Du den Job?” wirst Du oftmals direkt gefragt nach dem Vorstellungsgespräch. Natürlich kann man in vielen Fällen gar nicht mit Gewissheit beantworten, ob man eine Jobzusage bekommen wird. Dennoch gibt es Anzeichen während dem Vorstellungsgespräch, die Aufschluss geben können, ob ein Gespräch positiv oder eher negativ läuft.

Körpersprache

Wir erwähnten dies bereits letzte Woche im Blog, wie wichtig die Körpersprache beim Vorstellungsgespräch ist. Genauso kannst Du als Bewerber an der Körpersprache erkennen, ob dein Gegenüber überzeugt ist von dir und wie deine Chancen stehen.
Sobald im Gespräch viel Blickkontakt zwischen dir und dem Gesprächspartner besteht, deutet dies darauf hin, dass tatsächlich Interesse besteht. Im Vergleich dazu, ist es eher negativ zu bewerten, wenn die Person eine geschlossene Körperhaltung hat während sie dir zuhört, d.h. die Arme und Beine sind verschränkt. Auch hier solltest Du selbst natürlich auf deine eigene Körperhaltung achten, damit Du souverän und dennoch gelassen wirkst.

Länge des Gesprächs

In der Regel nehmen sich Arbeitgeber bis zu 20 Minuten Zeit für ein Vorstellungsgespräch. Bei großen Firmen sind meist mehrere Gespräche pro Tag die Regel. Sobald Du merkst, dass dein Gespräch länger dauert kannst Du dir Hoffnungen machen, da dein neuer potentieller Arbeitgeber an dir interessiert zu sein scheint. In der heutigen Berufswelt gilt mehr als je zuvor, Zeit ist Geld, deshalb nehmen sich Firmen auch nur mehr Zeit für potentielle Mitarbeiter, wenn Sie sich vorstellen können, dass die neue Person zur Firma passt und man mit dieser zusammenarbeiten möchte.

Einladung zu einem weiteren Gespräch

Du wirst nach dem ersten Gespräch zur nächsten Runde eingeladen? Perfekt! Das ist natürlich ein Zeichen, dass man zu de Top-Kandidaten gehört. Du hast dich schon gegen mehrere Mitstreiter durchgesetzt, und kannst auf eine Jobzusage hoffen. Jetzt heißt es aber, Du musst den guten ersten Eindruck des ersten Vorstellungsgesprächs bestätigen, damit die endgültige Entscheidung getroffen werden kann. Du hast den Job fast sicher!

Interesse oder Langeweile?

Wie wirkt der potentielle neue Arbeitgeber auf dich während dem Gespräch? Wird freundlich genickt zu dem was Du von dir gibst, dann weißt Du, dass dies Zustimmung bedeutet. Stellt der Personaler Fragen und hakt bei manchen Antworten auch nach? Dieses ehrliche Interesse zeigt sich auch, wenn dein Gegenüber mehrmals Dinge notiert statt seinen Kugelschreiber nur neben einem leeren Blatt liegen zu haben.

Ist der Personaler eher kurz angebunden und stellt dir kaum Fragen und blickt ständig auf seine Uhr? Dann bedeutet dies eher, dass man nicht sehr an dir als neuen Mitarbeiter interessiert ist. Dann scheint deine Bewerbung und dein Lebenslauf besser angekommen zu sein, als Du im Vorstellungsgespräch.

Eigene Fragen

Dein Gegenüber wird dir mit großer Sicherheit am Ende des Vorstellungsgesprächs diese Frage stellen: „Haben Sie noch Fragen?“ Diese Frage scheint vielleicht nebensächlich zu wirken, aber Du kannst als Bewerber dadurch bei deinem neuen potentiellen Arbeitgeber punkten. Du kannst direkt beweisen, dass Du konzentriert im Gespräch gesessen bist und Plan von der Firma hast für die Du dich beworben hast. Außerdem zeugen eigene Fragen die Du am Ende stellst, dass Du tatsächlich auch Interesse an dem Job hast. Lass dir diese Möglichkeit nicht entgehen, und stelle durchdachte Fragen, und bereite dich sogar im Vorfeld darauf vor. Du kannst dadurch eher mit einer Jobzusage rechnen, als eine Person die keine Fragen stellt am Ende.

Meet the Team

In den meisten Vorstellungsgesprächen sitzt man oftmals mit einer Person aus der Personalabteilung zusammen, und manchmal ist noch eine Führungskraft oder sogar der spätere Arbeitgeber anwesend. Wird man nach dem Gespräch eingeladen die Abteilungen und deren Mitarbeiter im späteren Büro kennenzulernen, ist dies ein gutes Zeichen, dass ein großes Interesse an dir als Mitarbeiter besteht. Du hast also einen guten Eindruck bei den Verantwortlichen hinterlassen und kannst auf eine Jobzusage hoffen.

Thema Gehalt

Das Thema schlechthin, und jeder Ratgeber zum Thema Bewerbung rät zur Vorbereitung hierzu. Trotzdem muss es gar nicht sein, dass die Personaler die Frage nach dem Wunschgehalt stellen. Es werden in der Regel nur die Bewerber gefragt, die auch wirklich für die offene Stelle in Frage kommen. Sollte dies nicht der Fall sein, sparen sie sich die Mühe das Thema zu besprechen.
Wohl eine der vielversprechendsten Fragen ist die nach dem Wunschgehalt. Falls die Frage aufkommt, kannst Du sicher sein, dass dein Lebenslauf, deine Bewerbung und Du als Bewerber Punkte sammeln konntet, und die Firma großes Interesse daran haben dir den Job anzubieten.

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Wir wünschen viel Erfolg bei der Jobsuche und dem Vorstellungsgespräch!

Das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) und worauf Arbeitgeber achten müssen

Das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) und worauf Arbeitgeber achten müssen

Diskriminierung im Bewerbungsverfahren? Darauf müssen Arbeitgeber achten

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), besser bekannt als Antidiskriminierungsgesetz, sorgt bei Arbeitgebern für Unsicherheit. Eine Klagewelle ist nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zwar ausgeblieben, doch immer wieder hört man von hohen Schadensersatzzahlungen aufgrund von Ungleichbehandlungen, die sich erst auf den zweiten Blick als solche herausstellen. Insbesondere im Bewerbungsverfahren müssen Arbeitgeber auf der Hut sein keine Angriffspunkte zu bieten. 

Ziele des AGG

Eine Diskriminierung ist eine unzulässige Benachteiligung. Weil Aspekte wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit oder Alter auch im Arbeitsleben nicht zu Nachteilen führen dürfen stellt das AGG Regelungen zur Verhinderung von Diskriminierungen auf. Insbesondere bei Bewerbungen schlägt sich dies nieder. 

Vorsicht Falle: gefährliche Formulierungen

Die Vorgaben des AGG sind schon bei der Abfassung einer Stellenanzeige wichtig. Viele Formulierungen fallen zunächst gar nicht als diskriminierend auf. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sie sich jedoch als Ausschlusskriterien: 

  • „körperlich belastbar“ (Behinderung)
  • „… passen Sie in unser junges Team“ (Alter)
  • „akzentfreies Deutsch“ (Herkunft)
  • „… sind Sie der ideale Kandidat“ (Geschlecht)

Bewerber, die zu einer der ausgeschlossenen Personengruppen gehören, haben bei einer Nichtberücksichtigung – auch wenn diese tatsächlich aus anderen Gründen erfolgt – gute Chancen auf eine Entschädigung. 

Wann ist eine Ungleichbehandlung zulässig?

Selbstverständlich gibt es für den Arbeitgeber auch die Möglichkeit, bestimmte geschützte Personengruppen bewusst ungleich zu behandeln gem. §8ff. AGG. Denn die Ungleichbehandlung muss eine wesentliche und entscheidende Berufliche Anforderung sein. Gerade für Beschränkungen auf bestimmte Altersgruppen findet sich in §10 Satz 3 AGG ein Katalog an Beispielen, wann eine solche Beschränkung zulässig ist. Generell wird jedoch vom Bundesarbeitsgericht eine zulässige Ungleichbehandlung sehr restriktiv ausgelegt. So hat das Bundesarbeitsgericht beispielsweise in einer aktuellen Entscheidung erst dargelegt, dass selbst ein Sportunterricht ausschließlich für Mädchen keine Beschränkung auf eine weibliche Lehrkraft erlaubt. Jegliche Art von Beschränkungen sollten daher im Vorfeld auf ihre Notwendigkeit geprüft und wenn möglich vermieden werden.

Checkliste für Stellenausschreibungen


Worauf müssen Sie als Arbeitgeber bei Stellenausschreibungen achten? Vor allem diese fünf Punkte sind wichtig:

  1. Die Stellenbeschreibung muss AGG-konform sein. Formulieren Sie die Anzeige vor allem geschlechts- und altersneutral und beschreiben Sie in erster Linie die Tätigkeit. Beschränken Sie sich bei den Anforderungen an die Person auf die wirklich relevanten Eigenschaften.
  2. Kontrollieren Sie den Entwurf von Stellenanzeigen und Ausschreibungen. Manchmal verstecken sich  in älteren Online-Bewerbungsformularen noch Pflichtfelder wie Geschlecht, Alter oder Wohnort. Diese können entfernt oder zu optionalen Feldern geändert werden.
  3. Es lohnt sich, den gesamten Schrift- und E-Mail-Verkehr im Zusammenhang mit den Bewerbungen zu dokumentieren. Dazu gehören auch Notizen zu Telefongesprächen.
  4. Geben Sie in Ihrem Unternehmen klare Anweisungen, welche Mitarbeiter zu den Bewerbungen Auskünfte geben dürfen. In der Regel müssen sich Arbeitgeber die von Ihren Angestellten gemachten Aussagen zurechnen lassen.
  5. Archivieren Sie alle relevanten Dokumente. Abgelehnte Bewerber haben nach Zugang zwei Monate Zeit eine Ungleichbehandlung dem Arbeitgeber gegenüber zu behaupten. Im Anschluss hieran hat der abgelehnte Bewerber weitere 3 Monate Zeit eine Klage zu erheben. Bewahren Sie deshalb alle Unterlagen bis zu diesem Zeitpunkt vollständig auf.

Fragen beim Bewerbungsgespräch: Entscheidend ist der Job-Bezug

Entsprechende Vorsicht ist natürlich auch beim Bewerbungsgespräch angebracht. Das gilt zum Beispiel für Fragen nach einer Schwangerschaft, Vorstrafen, der Konfession, der politischen Orientierung oder nach Behinderungen. Auch die Frage nach der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft ist nicht zulässig. 

Es gibt natürlich Ausnahmen. Diese Ausnahmen gelten immer, wenn ein Zusammenhang mit der Tätigkeit besteht. Ein Beispiel: Wenn Sie einen LKW-Fahrer einstellen möchten, dürfen Fragen nach Vorstrafen mit verkehrsrechtlichem Bezug natürlich gestellt werden. 

Fazit


Weil der Arbeitgeber im Zweifelsfall beweisen muss, dass eine Ablehnung keinen diskriminierenden Hintergrund hat (§ 22 AGG), ist jedes Bewerbungsverfahren mit einem gewissen Risiko verbunden. Für manchen Bewerber geht es vorrangig auch darum, eine Ablehnung als Einnahmequelle zu nutzen. Gerade deshalb ist es wichtig, das AGG im gesamten Bewerbungsverfahren zu beachten. Insbesondere dann, wenn bewusst eine bestimmte Personengruppe gewünscht ist, kann es schnell zu Fehlern kommen, da das Gesetz selbst nur einen Anhaltspunkt gibt und erst einige (auch neue) Entscheidungen des Bundesarbeitsgericht die letztlichen Vorgaben bilden. Es empfiehlt sich für Arbeitgeber, vor der Neubesetzung einer Stelle im Zweifel daher juristischen Rat von einem arbeitsrechtlich spezialisierten Anwalt einzuholen.

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Telefoninterview: So meisterst Du das Gespräch ☎️

Telefoninterview: So meisterst Du das Gespräch ☎️

So meisterst du ein Telefoninterview

Telefoninterviews sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr. Mit deiner Bewerbung hast du den Personaler bereits neugierig gemacht. Und mit einem etwa 10 bis 40-minütigen Telefoninterview möchte er dich nun weiter kennenlernen. Durch das Telefoninterview kommst du dem Schritt eines persönlichen Vorstellungsgesprächs deutlich näher.

In unserem Blogpost erfährst du, wie du dich optimal auf das Telefoninterview vorbereiten kannst. Außerdem geben wir einen Einblick in Fragen, die dich dabei erwarten können. (mehr …)

Vorstellungsgespräch: So bereitest Du dich optimal vor

Vorstellungsgespräch: So bereitest Du dich optimal vor

Richtig vorbereitet ins Vorstellungsgespräch

Sobald du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten hast, solltest du mit der Vorbereitung beginnen. Wir haben für dich wichtige Fakten und nützliche Tipps für das Vorstellungsgespräch zusammengefasst, damit du perfekt vorbereitet in das persönliche Gespräch gehen kannst.

Die Recherche

Die Recherchearbeit nimmt den größten Teil in der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch ein. Diese Vorbereitung für das persönliche Gespräch ist aber wichtig, damit du deinen Gesprächspartner von dir überzeugen kannst. Einige Leitfragen, deren Antworten du kennen solltest, sind:

  • In welchem Tätigkeitsfeld agiert das Unternehmen?
  • Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen?
  • Welche Produkte/Dienstleistungen bietet das Unternehmen an?

Für die Recherche eignet sich nicht nur die Homepage, sondern auch die Präsenzen des Unternehmens auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram. Dort stehen nicht nur viele relevante Informationen bereit, sondern oftmals auch ein Blick hinter die Kulissen deines neuen Arbeitgebers. Solch eine tiefgehende Recherche wird sich im Vorstellungsgespräch für dich auszahlen.

Die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch

Meist wirst du direkt am Anfang des Gesprächs dazu aufgefordert, kurz etwas über dich und deinen Werdegang zu erzählen. Deinen Lebenslauf solltest du selbstverständlich kennen. Doch anstatt ihn womöglich auswendig gelernt aufzusagen, solltest du dir vorab ein paar Gedanken machen. Welche deiner bisherigen Stationen hat die größte Relevanz für deinen neuen Arbeitgeber? Welche Stärken hast du entwickelt, die dein Gegenüber beeindrucken? Arbeite eine kleine Selbstpräsentation mit allen wichtigen Fakten über dich aus und stelle deine markantesten Berufs- und Ausbildungsstationen gezielt vor.

Die Anfahrt

Um unnötigen Stress am Tag des Vorstellungsgesprächs zu vermeiden, solltest du auch die Anreise vorab gründlich planen. Berechne für die Anreisezeit unbedingt einen Puffer ein, falls du in einen Stau gerätst oder dein Zug Verspätung hat. Informiere dich im Internet über Parkmöglichkeiten oder den Weg vom Bahnhof zum Unternehmen.
Sollte deine Anreise zum Vorstellungsgespräch länger sein, kümmere dich rechtzeitig um eine Übernachtungsmöglichkeit, sodass du ausgeschlafen und entspannt zum Termin erscheinen kannst.

Das Outfit im Vorstellungsgespräch

In vielen Berufen ist der Dresscode eindeutig. Während bei Banken und Versicherungen ein Anzug im Vorstellungsgespräch angemessen ist, geht es in der Werbebranche in der Regel legerer zu.
Wähle dein Outfit sorgfältig aus und achte darauf, dass die Kleidung gebügelt und die Schuhe geputzt sind. Auch das weitere Äußere sollte gepflegt sein (Frisur, Fingernägel) und mit dem Outfit übereinstimmen. Tipp: auch hier hilft ein Blick auf die Social-Media-Präsenzen des Unternehmens. Wie sind die Mitarbeiter gekleidet? Daran kannst du dich wunderbar orientieren.

Körpersprache und Formulierungen üben

Die nonverbale Kommunikation in Form deiner Körpersprache ist während des Vorstellungsgesprächs sehr wichtig. Die eigene Körpersprache kannst du im Vorfeld üben und auch optimieren. Tipps zur richtigen Körpersprache im Bewerbungsgespräch findest du hier: Unsere 7 Tipps zur richtigen Körpersprache.

Im Vorstellungsgespräch kann es zu Standardfragen kommen, auf die du keine Standardantworten geben solltest. Erfahrene Personaler erkennen, falls du gängige Standardantworten für das Vorstellungsgespräch aus dem Internet gelernt hast. Die Kunst dabei ist es, die Absicht hinter der jeweiligen Frage zu erkennen und die passende Antwort darauf zu geben. Recherchiere deshalb gängige Fragen im Vorstellungsgespräch und beantworte sie vorab schon einmal selbst. Feile so lange an den Formulierungen, bis du selbst zufrieden bist.

Am Ende des Vorstellungsgesprächs erhältst du vielleicht die Möglichkeit, ebenfalls Fragen an den Personaler zu stellen. Diese Möglichkeit solltest du nutzen, denn durch passende Fragen zeigst du Interesse an dem Job und auch dem Unternehmen.

Zum Schluss aber das Wichtigste: Durchatmen und jederzeit einen kühlen Kopf bewahren! Selbst wenn es gerade um deinen Traumjob geht und dein Herz bis zum Hals schlägt. Nach dem Händedruck und der ersten Frage verfliegt die Aufregung in den meisten Fällen, sodass du dein Vorstellungsgespräch meistern kannst. Und vergiss nicht: Auch Personaler sind Menschen und wissen, dass die meisten Bewerber während eines Vorstellungsgesprächs aufgeregt sind.

Übrigens, neue Stellenagebote in den Bereichen IT, Finance, Banking und Office findet ihr in unserer Jobbörse.

Der perfekte Lebenslauf: So präsentierst Du dich optimal

Der perfekte Lebenslauf: So präsentierst Du dich optimal

Er ist das wichtigste Dokument deiner Bewerbung: Der Lebenslauf. Darauf schauen Unternehmen sofort und bekommen einen ersten Eindruck von dir. Hier erfährst du, worauf du dabei achten solltest und wie du den perfekten Lebenslauf erstellen kannst.

Struktur, Foto, Aktualität

Prägnant und übersichtlich, sauber strukturiert und selbstverständlich aktuell: Der perfekte Lebenslauf ist schlüssig und konzentriert sich auf das Wesentliche. Auch wenn du schon zahlreiche Erfahrungen gesammelt hast, beschränke deinen Lebenslauf auf maximal zwei Seiten.

Dein Leben in umgekehrter Reihenfolge

Beginne deinen Lebenslauf mit Daten zu deiner Person. Dazu gehören dein Vor- und Nachname, dein Geburtsdatum und -ort sowie dein Familienstand und deine E-Mail-Adresse. Es steht dir frei, auch noch deine Nationalität oder Konfession anzugeben, das ist aber kein Muss.

Persönliche Daten und berufliche Stationen

Anschließend geht es um deine Qualifikation, und zwar rückwärts. Starte mit deiner aktuellen Tätigkeit und lass deine vorherigen Beschäftigungen folgen. Beschreibe deine Stationen jeweils mit drei bis fünf Bullet Points. Je aktueller der Job, desto ausführlicher solltest du deine Tätigkeiten und Fähigkeiten beschreiben. Sei in diesem Punkt wirklich akribisch und halte deine Angaben aktuell. Der perfekte Lebenslauf ist schließlich immer up to date. Und noch viel wichtiger: Schneide deine Angaben stets auf die jeweilige Stelle zu. Welche deiner Fähigkeiten sind dabei besonders wichtig? Mit welchen Argumenten kannst du am besten überzeugen? Durch dieses Vorgehen kannst du dich von anderen Bewerbern unterscheiden und einen echt positiven Eindruck hinterlassen.

Ausbildung und Praktika

Nach deinen beruflichen Stationen geht es im Lebenslauf mit deiner akademischen und schulischen Ausbildung weiter. Halte auch diesen Abschnitt kurz und erwähne dabei nur deinen höchsten Bildungsabschluss. Du hast dein Studium erfolgreich abgeschlossen? Hervorragend, dann nenne die Universität, das studierte Fach, deinen akademischen Grad und natürlich deine Abschlussnote. Denn genau dafür interessieren sich Unternehmen. Deine Abiturnote oder gar dein Grundschulaufenthalt sind für den perfekten Lebenslauf dagegen schon zu viel.

Besondere Kenntnisse, Sprachen und Hobbys

Das Gleiche gilt auch für den folgenden Abschnitt. Der perfekte Lebenslauf enthält nur diejenigen besonderen Fähigkeiten, die auch tatsächlich für den neuen Job relevant sind. Im Idealfall kannst du deine besonderen Kenntnisse auch noch belegen. Falls du zum Beispiel einen Lehrgang mit Bedeutung für den neuen Job absolviert und dafür ein Zertifikat erhalten hast, dann hänge es deinen Bewerbungsunterlagen an.

Ganz besonders bei Unternehmen, die auch international tätig sind, kannst du mit umfangreichen Sprachkenntnissen punkten. Auch hier gilt: Ein offizielles Zertifikat macht sich deutlich besser als die eigene Einschätzung. Falls du also eine Sprachreise gemacht oder an einem Sprachtest teilgenommen hast, hänge entsprechende Dokumente ebenfalls deinem Lebenslauf an.

Was du in deiner Freizeit tust, ist grundsätzlich für deinen Arbeitgeber irrelevant. Trotzdem möchten Personaler ein möglichst umfassendes Bild von dir bekommen. Wenn es passt, dann kannst du also ruhig das ein oder andere Hobby in den perfekten Lebenslauf einfügen. Finde dabei die Mitte zwischen „langweilig“ und „zu risikobereit“. Lesen, Fernsehen, Schwimmen und Joggen sind zum Beispiel nicht besonders spannende Hobbys. Stock-Car-Rennen fahren, Höhlentauchen oder Kickboxen könnten deinen neuen Arbeitgeber aufgrund des potenziellen Risikos eher skeptisch stimmen. Erwähne deshalb nur passende Hobbys in deinem perfekten Lebenslauf. Wenn du zum Beispiel weißt, dass ein Vorgesetzter deine Interessen teilt, dann kannst du das Hobby hervorragend platzieren. Achte bloß im persönlichen Gespräch darauf, dass ihr nicht hauptsächlich über euer gemeinsames Hobby sprecht, sondern der neue Job dir noch viel wichtiger ist.

4 Tipps für ein gelungenes Bewerbungsfoto

Das ideale Bewerbungsfoto ist gar nicht so schwer anzufertigen wie du zunächst vielleicht denkst. Im Grunde brauchst du bloß ein paar wichtige Dinge zu beachten und schon erreichst du dein Ziel. Bevor es losgeht, noch ein kurzer Hinweis: Falls deine Bewerbung ein Deckblatt oder ein Motivationsschreiben enthält, platziere dein Bewerbungsfoto dort. In allen anderen Fällen baust du es oben in den perfekten Lebenslauf ein. Jetzt aber zu den Tipps:

Kleide dich für den Job, den du haben möchtest

Du möchtest im Banken-Sektor arbeiten? Dann kleide dich für dein Bewerbungsfoto so, als würdest dort bereits tätig sein.

Achte auf ein gepflegtes Äußeres

Deine Kleidung sollte gut sitzen, knitterfrei und selbstverständlich sauber sein. Die Haare gekämmt und gut frisiert.

Halbporträt vor neutralem Hintergrund

Auf deinem Bewerbungsfoto sollte dein Kopf und ein wenig von deinen Schultern zu sehen sein. Halte den Hintergrund möglichst neutral, damit der Blick des Betrachters nicht abgelenkt ist.

Natürlicher Look und Lächeln

Piercings und Tattoos sollten auf dem Bewerbungsfoto nicht sichtbar sein. Überzeuge stattdessen mit einem natürlichen Look. Schaue beim Fotografieren direkt in die Kamera und lächle freundlich. So wirkst du sympathisch und freundlich.
Ist das Foto im Kasten? Ausgezeichnet, dann verwende entweder einen Klebestift, um es an den perfekten Lebenslauf anzukleben oder drucke es direkt selbst mit auf geeignetes Fotopapier. Verzichte unbedingt auf eine Büroklammer. Das würde nur signalisieren, dass du das Foto womöglich wiederverwenden möchtest. Dabei bewirbst du dich ja gerade auf deinen neuen Traumjob.

Möchtest du dich im Bereich IT, Finance, Banking oder Office verwirklichen? Wir stehen dir dabei mit Rat und Tat zur Seite. Stöbere in unserer Jobbörse oder sende uns eine unverbindliche Nachricht. Wir freuen uns, von dir zu hören.

Personalvermittlung: Welche Vorteile haben Bewerber?

Personalvermittlung: Welche Vorteile haben Bewerber?

Personalvermittlung – wie es funktioniert

Eine große Frage haben viele Interessierte: Was bringt mir eine Personalvermittlung eigentlich? Hier erfährst du, wie gute Personalvermittlung funktioniert und weshalb deine Jobsuche dadurch schon nach kurzer Zeit erledigt sein kann.

Stell dir Personalvermittlung als Plattform vor. Unternehmen mit offenen Stellenangeboten auf der einen Seite und Jobsuchende auf der anderen Seite. Eine gute Personalvermittlung versteht es, Menschen und Unternehmen zusammenzubringen. Sie kennt beide Seiten bestens und nimmt ihnen viel Aufwand ab.
Anhand deines Profils finden Jobexperten genau die passende Stelle für dich. So landet deine Bewerbung wirklich nur dort, wo du dich auch selbst wiederfindest und wohlfühlen wirst.
Unternehmen profitieren von einer Personalvermittlung, weil sie nur wirklich passende Bewerberinnen und Bewerber präsentiert bekommen.

Welche Aufgaben übernimmt die Personalvermittlung?

Was eine Personalvermittlung für dich tun kann, hängt von deinen Wünschen ab. Sieh die Personalvermittlung als dein eingeschworenes Team. Sie baut das Spiel auf und gibt dir im richtigen Moment den entscheidenden Pass, damit du maximal punkten kannst. Und das Beste: Du brauchst nur eine einzige Bewerbung zu schreiben.
Bist du auf der Suche nach einer ganz bestimmten Stelle?
Dann scrolle dich bequem zum Traumjob. Die Personalvermittlung checkt anschließend dein Profil und stellt den Kontakt zum Unternehmen her. Vor deinem ersten Kontakt zum Unternehmen berät sie dich individuell, wie du deine Chance am besten nutzen kannst. Schließlich kennt die Personalvermittlung nicht nur dich, sondern auch das Unternehmen.
Suchst du eine neue Perspektive oder möchtest dich weiterentwickeln?
Dann steht die Personalvermittlung voll und ganz hinter dir. Gemeinsam mit dir entwickeln die Experten einen individuellen und realistischen Karriere-Plan, der dich schnellstmöglich zum Erfolg führt.

Das Ziel einer erfolgreichen Personalvermittlung

In einem Satz: Sonntagabend freust du dich schon auf Montag.
Das Ziel einer erfolgreichen Personalvermittlung ist dein Erfolg. Die Passgenauigkeit zwischen Qualifikation und Anforderung ist dafür essentiell. Denn nur, wenn du gefordert bist, dich rundum wohlfühlst und motiviert bleibst, ist der Erfolg auch tatsächlich nachhaltig.
Eine gute Personalvermittlung weiß deshalb, worauf es ankommt und geht mit dir persönlich mögliche Konstellationen durch. Mit Fingerspitzengefühl, jahrelanger Erfahrung und Ehrgeiz stellen die Job-Profis sicher, dass du wirklich die optimal passende Stelle findest.

Der Unterschied zwischen Personalvermittlung und Zeitarbeit

Was viele Jobsuchende manchmal davon abhält, eine Personalvermittlung für sich arbeiten zu lassen, ist Zeitarbeit. Das klingt zunächst einmal seltsam, doch einige Interessenten verwechseln beides miteinander oder halten es sogar für ein und dasselbe.
Der Unterschied ist aber ein ganz entscheidender.
Nehmen wir an, du suchst gerade deinen nächsten Traumjob. Eine Personalvermittlung steht dir dabei zur Seite, gibt dir nützliche Tipps, bereitet dich auf Gespräche vor und stellt Kontakt zum Unternehmen her – wie das Team auf dem Spielfeld. Doch dann kommt der Pass und du hast den Ball, um zu punkten. Im Gegensatz zur Zeitarbeit kommt der Arbeitsvertrag ganz normal zwischen dir und dem Unternehmen zustande.
Suchst du einen Job im Bereich IT, Finance, Banking oder Office? Dann schreib uns eine unverbindliche Mail.

Bewerbung mit oder ohne Foto?

Bewerbung mit oder ohne Foto?

Fotos sind ein Kann aber kein Muss

“Der/die beste Bewerber/in bekommt den Job” – So heißt es von den meisten Recruitern. Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob der Bewerber männlich oder weiblich ist und das Aussehen sollte auch nicht ausschlaggebend für die finale Entscheidung sein. Auch nach dem Gleichbehandlungsgesetz von 2006 gilt eine Regelung, dass alle Bewerber gleich behandelt werden.

Dennoch schicken immer noch viele Bewerber mit ihrem Anschreiben und Lebenslauf ein Foto von sich. Endlich bist du auf der Suche nach deinem Job fündig geworden und hast ein paar Stellenausschreibungen gefunden, die deinen Vorstellungen entsprechen!

Jetzt schießen dir wahrscheinlich viele Fragen durch den Kopf. Eine davon könnte auch sein, ob du dich bei deinem zukünftigen Arbeitgeber mit oder ohne Foto bewerben solltest?
In diesem Artikel beantworten wir dir die Frage, ob deine Bewerbung ein Foto von dir enthalten sollte oder nicht.

  • Vorteile und Nachteile ohne Bewerbungsfoto – Die USA geht mit gutem Beispiel voran
  • Aus der Sicht der Unternehmen – Wie wichtig ist ein Foto von dir für den Recruiter?
  • Unsere Empfehlung für deine nächste Bewerbung

Vorteile und Nachteile ohne Bewerbungsfoto – Die USA geht mit gutem Beispiel voran

Gleichberechtigung zwischen Geschlechtern, ethnischen Gruppen und anderen sozialen Gepflogenheiten spielt in der Arbeitswelt in Deutschland eine wichtige Rolle. Dennoch ist sie noch immer in der Entwicklung und noch längst nicht abgeschlossen. Dazu zählt auch der Prozess, bevor der eigentliche Job beginnt, bei der Bewerbung.

Im internationalen Vergleich herrschen in anderen Ländern strengere Regeln bei der Bewerbung. In Ländern wie den USA, Spanien, Großbritannien, Irland und Frankreich werden üblicherweise eine Bewerbung ohne Foto geschickt.

Hier geht die USA mit einem guten Beispiel voran. Dort gibt es strenge Gesetze gegen Diskriminierung und damit für Gleichberechtigung. Neben dem Nichtsenden eines Bewerbungsfotos sind auch Angaben zu Herkunft, Familienstand und Religion ein absolutes Tabu. Genau das war wohl auch das Vorbild für das AGG in Deutschland, nur trauen manche Bewerber dem ganzen nicht und manche Recruiter sind immer noch daran gewöhnt ein Foto zu erhalten. Eine ausdrückliche Aussage in Stellenausschreibungen gibt es meistens trotz der klaren Rechtslage nicht.

Aus der Sicht der Unternehmen – Wie wichtig ist ein Foto von dir für den Recruiter?

Wir können dir hier eines ganz klar sagen: Dem modernen Personaler ist es in deiner Bewerbung für eine Stelle als Fachkraft relativ egal, ob deiner Bewerbung ein Bild beiliegt oder nicht. Wenn das Unternehmen ganz klar ausdrückt, dass es Bewerbungen ohne Foto sehen möchte, kann dies für ein offenes und modernes Image sorgen. Aus Unternehmenssicht gibt es in keinem Fall einen guten Grund, der für die Notwendigkeit eines Bildes spricht. Sie wollen sich keinen qualifizierten Kandidaten entgehen lassen, der eventuell perfekt in ihr Unternehmen passt.

Viele Bewerber klappen das Bild auf einem Lebenslauf auch gerne einfach um, bevor sie ihn lesen. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, nämlich wenn du dich auf eine Stelle als Schauspieler bewirbst zum Beispiel.

Unsere Empfehlung für deine nächste Bewerbung

Auch wenn der Idealfall sehr ambitioniert klingt, ist es noch immer sehr schwer diesen in Deutschland auch in die Tat umzusetzen. Noch immer schicken Bewerber mit ihrem Lebenslauf ein Bewerbungsfoto. Oft entspricht dieses nicht den vorherigen Standards und zeigt lediglich, dass sich nicht allzu viele Gedanken um das Foto gemacht wird. So schicken immer noch drei Viertel ein Foto mit ihrer Bewerbung. Ganz klar ist auch, dass ein Foto deiner Bewerbung eine besondere Note hinzufügt und die oft trockene Angelegenheit ein wenig auflockert und auf eine persönliche Ebene bringt.

Unsere Empfehlung für deine nächste Bewerbung fällt damit auch nicht ganz eindeutig aus. Schaue ganz genau auf die Stellenausschreibung für deinen nächsten möglichen Job. Wird in der Ausschreibung etwas von einem Foto gesagt? Wenn dort steht, dass ganz ausdrücklich kein Foto erwünscht ist, dann schicke auch kein Foto. Wenn du doch eines schickst, dann sieht der Personaler sofort, dass du den Regeln nicht folgst. In fast keiner Bewerbung wirst du sehen, dass ein Foto erwünscht ist, geschuldet ist das dem AGG von 2006.

Mache dich mit der Firma vertraut, bei der du dich bewirbst. Handelt es sich um ein junges Unternehmen oder ein Startup kannst du gerne auf das Foto verzichten. Die Abläufe sind hier sehr modern und orientieren sich an amerikanischen Beispielen. Bei Global Playern, die schon sehr lange bestehen, können oft noch alte Strukturen vorhanden sein und Personaler können noch eine veraltete Sicht auf viele Dinge haben. Wenn du dir hier nicht sicher bist, schicke lieber ein Foto mit. Deine Bewerbung wird wegen eines Fotos nicht in den Müll geworfen.

Übrigens, neue Stellenagebote in den Bereichen IT, Finance, Banking und Office findet ihr hier in unserer Jobbörse.

Das Vorstellungsgespräch: Unsere 7 Tipps zur richtigen Körpersprache

Das Vorstellungsgespräch: Unsere 7 Tipps zur richtigen Körpersprache

Wie Du im Vorstellungsgespräch deine Körpersprache gezielt einsetzen kannst.

Im Vorfeld des Gesprächs hast Du dich perfekt vorbereitet, indem Du alles über die Firma gelesen hast und das sogar mehrmals? Sehr gut. Scheint es trotzalledem nicht so zu laufen wie Du es dir erhofft hattest, und Du fühlst dich eher etwas unwohl und Fehl am Platz? Oftmals liegt dies sehr wahrscheinlich an der Körpersprache. Diese fällt in den Bereich der so genannten nonverbalen Kommunikation, und hat 80 bis 90 Prozent Anteil an der kompletten Kommunikation.

Unsere Körpersprache ist der Grund dafür, ob wir eine andere Person innerhalb weniger Sekunden sympathisch oder unsympathisch finden, und dies ohne ein einzelnes Wort mit dieser Person gewechselt zu haben. Deshalb spielt die nonverbale Kommunikation eine extrem wichtige Rolle beim Vorstellungsgespräch und hat damit auch großen Einfluss, ob dieses am Ende erfolgreich verläuft.

Es ist natürlich nach wie vor entscheidend, dass Du dich vorbereitet hast und die nötigen fachlichen Kompetenzen vorweisen kannst. Trotzdem ist es sehr vorteilhaft, gerade bei Jobs, die einen Teamplayer suchen, dass man Sympathien weckt und diese am Ende entscheidend sein können für eine Jobzusage. Und vergiss´ bitte nicht, dass die Leute in der Personalabteilung am Ende auch “nur” Menschen sind, die eben menschliche Entscheidungen treffen.

Es ist auch gar nicht so kompliziert wie es sich vielleicht anhören mag. Sobald Du dich einmal damit befasst hast, und theoretisch weißt wie Du die nonverbale Kommunikation richtig einsetzt, wird es kein Problem für dich sein.

Achte darauf freundlich zu lächeln, genauso auf den Blickkontakt, deine Stimme und die passende Gestik.

Wir haben sieben Tipps für dich, wie Du nonverbal dein Gegenüber im Vorstellungsgespräch davon überzeugst, dass Du den Job wirklich willst.

Die richtige Gestik

Achte darauf, dass deine Hände nicht regungslos bleiben, sondern unterstütze deine Aussagen und gesprochenen Worte mit entsprechender Gestik. Natürlich sollte man es nicht zu sehr übertreiben damit, aber richtig eingesetzt punktest Du damit im Gespräch und wirkst sympathisch.

Das Spiegelbild

Es mag sich komisch anhören, aber setz Dich zu Hause vor den Spiegel und schau dir dein Spiegelbild genau an: Sitzt Du gerade? Wie könnte deine Körpersprache auf andere Menschen wirken? Versuch dich hierbei einfach neutral zu beobachten.

Sei Du selbst

Dieser Punkt ist sehr wichtig! Du musst Dir selbst treu bleiben, indem Du authentisch bist. Zeig´ dich so wie Du bist. Falls Du in der Regel eher zurückhaltender Natur sein solltest, versuch nicht verkrampft das Gegenteil im Vorstellungsgespräch zu sein. Natürlich solltest Du dennoch versuchen aus dir herauszugehen, aber wir raten davon ab dies zu übertreiben, da es einfach nicht glaubhaft rüberkommt.

Gesunde Körperhaltung

Im Gespräch solltest Du darauf achten mit ordentlicher und gerader Haltung zu sitzen. Dadurch vermeidest Du Rückenschmerzen und es wirkt auch besser, als die Schultern hängen zu lassen. Tipp: Versuche leicht diagonal zur Gesprächsperson zu sitzen.

Der richtige Blickkontakt

Der Blickkontakt zu deinem Gegenüber im Vorstellungsgespräch ist besonders wichtig. Dieser sollte gehalten werden, damit Du nicht desinteressiert oder gar unhöflich erscheinst. Wie im restlichen Leben gilt auch hier: Schau der Gesprächsperson immer direkt in die Augen, egal ob Du selbst sprichst oder zuhörst.

Die richtige Sitzposition

Achte darauf, dass Du richtig sitzt, und nicht auf der Kante der Sitzgelegenheit. Stattdessen solltest Du eine möglichst große Sitzfläche beanspruchen. Dies führt dazu, dass Du souveräner auf deinen Gesprächspartner wirkst und dadurch automatisch vermeidest unruhig zu wirken, weil Du nicht sicher und bequem sitzt.

Keine Abwehrhaltung

Vermeide definitiv deine Arme während der Vorstellungsgesprächs zu verschränken. Dies signalisiert Abwehr und Distanz. Auch hier empfehlen wir dir dich vor einen Spiegel zu setzen und dich selbst zu beobachten. Statt deine Arme zu verschränken, solltest Du versuchen mit deinen Händen eine offene Haltung einzunehmen.

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Wir wünschen viel Erfolg bei der Jobsuche und dem Vorstellungsgespräch!

Bewerbung: Wie nutze ich LinkedIn, Xing & Facebook richtig?

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Bewerbung in den sozialen Netzwerken: Finde den passenden Job oder werde gefunden

Heutzutage werden die sozialen Netzwerke auch bei der Jobsuche seitens der Jobsuchenden, der Jobvermittler und der Arbeitgeber genutzt.

Was früher unvorstellbar gewesen wäre gehört heute fast schon zum Alltag eines Personalers, der seine Kandidaten bzw. deren Profile online auf Netzwerken wie LinkedIn, Facebook oder Xing unter die Lupe nimmt.

Wie im richtigen Leben zählt auch hier, wer sich adäquat präsentiert wird von entsprechenden Firmen oder Personalvermittlern gefunden und bekommt geeignete Jobangebote übermittelt.

Wir möchten Dir heute zeigen auf was Du genau achten solltest und wie Du dein Profil als online Visitenkarte nutzen kannst.

Wenn man heutzutage auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle ist, bedeutet dies oftmals die gängigen Jobportale nach Stellenangeboten durchzuforsten. Gleichzeitig heißt das auch, man findet einen passenden Job oder man wird von der passenden Firma gefunden.

Dennoch gibt es genügend Arbeitgeber die entsprechende Bewerber auf anderen Wegen erreichen. Die im Jahre 2016 durchgeführte Studie „Active Sourcing und Social Recruiting“ der Jobbörse Monster.de fand heraus, dass sieben von zehn der deutschen Top 1.000 Unternehmen die sozialen Netzwerke und deren Anwendungen für die Mitarbeitersuche als positiv bewerten. Im Vergleich zum Jahr 2012 ist dies ein Anstieg um 21%.

Der Vorteil für dich als Jobsuchender liegt klar auf der Hand: Anstatt den passenden Job zu suchen wirst Du über das Netzwerk gefunden.

Wir empfehlen dafür ein ausdruckstarkes Xing- oder LinkedIn-Profil anzulegen.

Fast 15% der Teilnehmer der genannten Studie nutzen häufig oder sehr häufig das Xing Netzwerk, um Bewerber zu finden, und gleichzeitig auch um mit potentiellen Kandidaten in Kontakt zu treten.

Die Visitenkarte 2.0

Damit Du online gefunden wirst, solltest Du deine Daten auf Netzwerken wie Xing oder LinkedIn immer auf dem neuesten Stand halten.

Am besten gibst Du auch alle erworbenen Qualifikationen an, und achte dabei auch darauf alle Zusatzqualifikationen aufzulisten. Genauso die einzelnen Software Produkte, deren Umgang Du beherrschst solltest Du beim Namen nennen. Bitte vergiss auch nicht, die Erfolge, die Du in deiner bisherigen Karriere erzielt hast anzugeben.

Vermeide Fehler in deinen Texten, da die meisten Menschen sehr negativ darauf reagieren: Schreibfehler = Karrierekiller. Frag einfach einen guten Freund oder eine Freundin im Freundeskreis, ob kurz gegengelesen werden kann. Es gibt auch Tools im Internet für Textkorrekturen, z.B. das kostenlose LanguageTool überprüft geschriebene Texte auf Fehler und erkennt dabei sowohl Grammatik-, als auch Rechtschreibfehler.

Wir empfehlen auch ein Profil von LinkedIn zu nutzen, gerade für alle die im englischsprachigen Raum oder in anderen europäischen Ländern auf Jobsuche gehen möchten. Einer der Vorteile wäre z.B., dass auch Empfehlungen anderer Mitglieder hinterlegt werden können.

Wir raten Dir definitiv diese Funktion zu nutzen, soweit relevante Personen angegeben werden können. Es ist klar von Vorteil ein Lob des ehemaligen Arbeitgebers für ein spezifisches Projekt im Profil vorweisen zu können, und dadurch punktet man bei neuen potentiellen Arbeitgebern.

Die privaten Verbindungen sind ebenfalls wichtig: Sind die vorhandenen Kontakte lediglich aus dem gleichen Unternehmen oder bestehen auch Kontakte zu ähnlichen Positionen in anderen Firmen? Es wird ein Auge darauf geworfen, ob das Profil aus realen beruflichen Kontakten besteht, oder ob man tatsächlich nur versucht so viele Verbindungen wie möglich herzustellen ohne jegliche Reelevanz. Gerade die qualifizierte Kontakte im Profil tragen dazu bei eine deutliche größere Reichweite zu erzielen, wenn dabei auch auf zusätzliche Qualifikationen hingewiesen wird.

Nutze das Netzwerk richtig

Firmen die sich auf Bewerbersuche begeben machen sich oftmals auch die sozialen Netzwerke zunutze, um für verfügbare Jobs zu werben.

Tipp: Folge dem Unternehmensprofil, und werde immer über die neuesten Inserate informiert. Sobald Du eine passende Stelle findest, trete mit der jeweiligen Kontaktperson in Verbindung via Xing oder LinkedIn. Ganz einfach höflich anfragen, welche Bedingungen und Qualifikationen insbesondere gefragt sind. Dadurch kannst Du auch mehr über die Schwerpunkte der Arbeitsstelle herausfinden. Der Vorteil liegt ganz klar auf der Hand: Das aktive Anschreiben kann deine eigenen Chancen steigern, um bereits im Vorfeld der Bewerbersuche positiv aufzufallen. Natürlich kannst Du jetzt auch eine Anfrage an die entsprechende Person in der Personalabteilung senden, um dein eigenes Netzwerk zu erweitern. Bitte werde aber nicht ungeduldig, falls Du nicht prompt eine Antwort erhälst oder deine Kontaktanfrage nicht angenommen wird. In diesem Fall ist Zurückhaltung gefragt, um nicht negativ aufzufallen.

Außerdem vermeide eine Anfrage auf Facebook zu senden, stattdessen nutze dein eigenes Profil nur, um auf den entsprechenden Seiten der Unternehmen z.B. Fragen zu stellen. Tipp: Achte auf deine Privatsphäre Einstellungen, um zu vermeiden, dass die Personalabteilung oder die Kontaktperson deine Bilder des letzten Geburtstages oder deiner Nacht im Club entdeckt. Das kommt leider bisher immer noch nicht so gut an. 🙂

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Wir wünschen viel Erfolg bei der Jobsuche!

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